|
|
FEOS
Mitglieder-Count
138 |
|
Sekretariat:
Hermatswilerstr. 50
CH-8330 Pfäffikon Tel.: +41-(0)44-950 00 25
Fax: +41-(0)44 950 50 43
Ursula Wetter (Kontakt)
Montags bedient
|
|
 |
ORTHOMOLEKULARE MEDIZIN
 |
Die Leitidee der Orthomolekular-Medizin ist: mittels Körper-verträglicher Stoffe, so genannten Nutrienten (wie Mineralien, Spurenelemente, Vitamine, Aminosäuren und Fettsäuren, aber auch durch gewisse andere körpereigene Stoffe und Enzyme) sollen gestörte Körperfunktionen reguliert werden. 1966 hatte der inzwischen verstorbene Nobelpreisträger Linus Pauling diesen Gedanken formuliert. [Alle seine diesbezüglichen Überlegungen und Folgerungen und eine Fülle von Tatsachenmaterial finden Sie in seinem Buch "How to Live Longer and Feel Better" (dt. "Das Vitamin Programm - Topfit bis ins hohe Alter")]. |
Nun lag aber die Betonung auch beim Erhalten guter Gesundheit und somit kann als goldene Regel dieser Art Medizin "vorbeugen ist besser als heilen" gelten.
So hatte zum Beispiel H.Eggenberger bereits 1922 empfohlen, Iod zu geben, um dem damals weitverbreiteten Kropf ursächlich zu Leibe zu rücken, was dann auch mit grossem Erfolg umgesetzt wurde. Aber auch aus der sogenannten Schulmedizin gibt es bedeutende Beiträge zu dieser “Aussenseiter -Medizin", etwa als Forscher der Zürcher Frauenklinik in den 70er Jahren feststellen und beweisen konnten, dass Magnesium-Mangel als Ursache von frühzeitigen Wehen in Frage kommt (mittlerweile weiss man: der häufigste Grund davon ist). |
Vorbeugend oder heilend wird in der Orthomolekular-Medizin auf Grund von genauen Messungen in verschiedenen Körpermaterialien wie Blut, Urin, Haare, Schweiss entschieden, ob Korrekturen sinnvoll und nützlich sind.
In den vergangenen 100 Jahren stärkster Industrialisierung sowohl der Landwirtschaft, wie der Lebensmittelproduktion mussten auch zunehmend Fragen gestellt werden nach den ungewollten negativen Folgen. Chrom, ein Spurenelement mit ausserordentlicher Wirkung auf den Zuckerhaushalt im Körper, geht bei der Nahrungsmittel-Prozessierung bis auf wenige Prozente verloren. Das B-Vitamin Folsäure, welches im Verein mit Vitamin B12 für die regelrechten Zellteilungsvorgänge eine wichtige Stellung einnimmt, ist ausgerechnet jenes, das bei minderwertiger Nahrung (dem sogenannten junk food) Jugendlicher, die sich ja gerade in vollem Wachstum befinden, besonders fehlt. |
 |
Immer wieder hört man, die landesübliche Ernährungsweise biete genügend Gewähr dafür, dass schwerere chronische Krankheiten ausbleiben. Das stimmt nicht! Seit 50 Jahren schon weisen zum Beispiel Forscher auf die entscheidenden Rolle von Fettbestandteilen hin, die Fettsäuren, welche ihre Kraft und Wirkung nur im natürlichen, unveränderten Zustand entfalten können; die offizielle Lehrmeinung und auch öffentliche Gesundheitsaufklärung nehmen dies aber nur zögerlich, fast möchte man sagen: widerwillig zur Kenntnis, wie um den bequemen Lauf der Dinge nicht allzu sehr zu stören (nämlich die weitere Produktion gesundheitlich nicht ausreichender Oele). Hier ist es aber nötig, Klartext zu reden, ungeachtet der industriellen Interessen, die dem im Weg stehen. Die Verhältnisse bezüglich der Fettsäuren sind allerdings ziemlich kompliziert und es ist mit obiger Anmerkung natürlich zu wenig gesagt. Merke aber: für die Orthomolekular-Medizin ist, soweit sie sich mit Ernährungsfragen beschäftigt, Kost nicht gleich gute Nahrung.
|
 |
Moderne Lebensweise mit zuviel Stress allenthalben, grosszügiger Versorgung mit in vielen Fällen nicht zweifelsfreier Pharma-Medizin (unbedachte Antibiotikum-Verschreibungen etwa, oft kritik-loser Schmerz-mittel- oder Schlafmittel-Gebrauch, hormonelle Verhütungsmittel und andere Hormon-Praktiken), Landwirtschafts-Technologie oft vor Landwirtschafts-Kultur, die sich jenseits von Gut und Böse zu bewegen anmasst (Tiermehl-Verfütterung genügt hier wohl als alleiniger Hinweis!), und, und, und ... |
So lange er nur sein bisheriges Körpergewicht zu bewahren versteht, kann nichts falsch sein an der allgemein üblichen Ernährungsweise, meint der scheinbar aufgeklärte Zeitgenosse (und man weiss ja: er versteht häufig gerade nur sein Übergewicht zu bewahren). Da ist die Orthomolekular-Medizin ganz anderer Ansicht: es ist kein Zufall, wenn Menschen mit besonders schlimmen degenerativen Krankheiten (Herzgefässe-Schäden, mehrfache Gelenk-schäden, immer wiederkehrende schwere Grippe-Erkrankungen, Allergien, Tumoren) auch auffällig schlechte Werte von so "banalen Nahrungsbestandteilen", wie zum Beispiel Vitamin C, B-Vitamine, Vitamin E, Magnesium, Zink, Chrom, Selen, Aminosäuren und eben Fettsäuren nebst vielen anderen mehr aufweisen.
Bisher haben wir die Mängel im Überfluss angesprochen, worunter man eine kalorienreiche Ernährung ohne genügende Gehalt an sog. essentiellen (= unentbehrlichen) Nährstoffen zu verstehen hat. Leider gibt es viele schädigend wirkende Bestandteile in der modernen Nahrung, wie Herbizide, Pestizide, diverse Wachstums-fördernde Stoffe, Antibiotika-Reste (leider auch hier gilt: anderes mehr...) und giftige Metalle allem voran (Aluminium, Blei, Nickel u.a.). Die Messmethoden für solche Schadstoffe sind in den letzten Jahrzehnten um ein Vielfaches genauer geworden. Orthomolekular-Medizin und Umweltmedizin gehen daher seit langem Hand in Hand: also auch Reinigung des Organismus von stoffwechselblockierenden Schadstoffen - und bei den schwersten Krankheiten kann man schon heute davon ausgehen, dass teilweise sogar fast unumkehrbare Vergiftungs-Verhältnisse eingetreten sind, wie zum Beispiel bei vielen Krebsarten. |
| Die Orthomolekular-Medizin ist faszinierend für Laien und Fachpersonen, weil sie keine abgeschlossene Wissenschaft ist. Sie sollten sich vor Augen halten, wann immer Sie vor eine persönliche Entscheidung in Gesundheitsfragen gestellt werden, dass der Mangel nur schon an einem einzigen aller gut 50 unentbehrlichen Nährstoffe (eben: Mineralien, Vitamine, Fettsäuren, Aminosäuren und Kofaktoren) nicht einfach zu einer bestimmten der bislang bekannten Krankheiten führt, sondern anfangs fast unmerklich Schaden in praktisch jeder der vielen Milliarden Körperzellen bewirkt, bis sich dieser dann an der für jedes Individuum typischen schwächsten Körperstelle manifestiert. Deshalb lohnt es sich, frühzeitig scheinbar harmlose Mangelsituationen zu korrigieren! |
 |
Überhaupt gibt es in der Orthomolekular-Medizin ein ehernes Gesetz:
Die Individualität ist zu beachten (im Besonderen: die biochemische Individualität), und hierfür bietet die Nährstoffe-Wissenschaft die idealen Voraussetzungen.
Dr. med. Roman Lietha |
|